Irgendwann hat alles ein Ende…

Nach fast 12 Jahren in der telefonischen und schriftlichen Kundenbetreuung war es in diesem Jahr Zeit für drastische berufliche Veränderungen.

Raus aus dem „Callcenter“, rein ins reale Leben.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, gab es auch im Fernverkehrsbereich nichts zu berichten, worüber man sich hätte amüsieren können. Selbiges trifft auch auf meine neue berufliche Herausforderung zu.

Deshalb heißt es nun: Abschied nehmen und Platz schaffen für etwas Neues 🙂

Ich danke euch für eure Treue und wünsche euch für die Zukunft nur das Beste.

Viele Grüße

Steven

P.S.: Für alle Wetterbegeisterten unter euch empfehle ich meinen anderen Blog: http://blog.wetter-schoenow.de

2 Gedanken zu „Irgendwann hat alles ein Ende…

  1. Lieber Steven,
    ich wünsche Dir alles erdenklich Gute in Deinem neuen Job.

    Ich habe immer gern Deine Beiträge gelesen und finde mich in ALLEM wieder, was mit Hausverwaltung zu tun hat. Wir, mein Mann und ich, sind eine kleine familiäre Hausverwaltung (10 Objekte, insgesamt 180 Mietparteien) ohne vorgeschaltetes Callcenter.

    Wir haben eine Mieterin namens „Also, DAS kann’s ja wohl nicht sein !!!“. Die Nennung ihres Familiennamens erspart sie sich und uns seit Jahren. Man kennt sich …

    Uns wurde eines Montags eine Edel-Hotel-Rechnung für ein ausgiebiges Sonntags-Mittagsessen incl. nachfolgendem Kaffee und Kuchen mit 12 Personen zur Übernahme angeboten. Auf unsere Nachfrage: Jaaaa, der Herd ist defekt und ich kann meinen lieben Besuch nicht verpflegen (Anm.: wahrscheinlich der Papst, mindestens jedoch der Bundespräsident – die Rechnungshöhe käme dafür in Frage). – Was funktioniert denn nicht? – Eine (Anm.: die kleinste) von 4 Platten wird nicht warm. – Seit wann denn? – Schon länger, so 14 Tage ungefähr. Aber bisher hat es ja auch nicht gestört.

    Aber zur besten Sommerferienzeit auch ganz rücksichtsvolle Mieter im 5. OG mit einem Unterputz-Rohrbruch der Kaltwasserleitung in einem 1972er Betonbau:
    Anruf Mieter: Wann kommt denn nun jemand, wir haben wahrscheinlich einen Rohrbruch. Das rauscht in der Küche immer so und die Wand untewr der Spüle ist feucht. – Seit wann denn? – Na, seit einer Woche ungefähr. – Und das melden Sie erst jetzt ?! – Na ja, die Hauswartfrau hat gesagt, Sie sind im Urlaub und ich wollte Sie nicht stören. Aber es scheint ja auch nichts weiter passiert zu sein bisher. Von unten drunter hat sich niemand beschwert… (Anm.: konnte auch nicht, von 4 Wohnungen drunter 1 Mieter stationär im Krankenhaus, 1x Leerstand, 2 Familien im Urlaub).
    Wir waren telefonisch zu jeder Zeit erreichbar – die Mieter haben unsere Handynummer. Das Wasser hatte sich in der Woche vom 5. Stock bis in den Keller seinen Weg gesucht. Gesamt-Kosten für Rep., Inst., Trocknungsmaßnehmen und Wiederherstellungskosten weit über 30 T€.

    Ich habe beim Lesen der erfrischend verfassten Beiträge oft schallend gelacht und so manche Anekdote meinem Mann vorgelesen. Wir beide sind zu dem Entschluss gekommen, auch in höchster Not und drohender Armut keinesfalls ein Jobangebot als Callcenter-Agent anzunehmen.

    Dir alles Gute, Gesundheit und immer ein paar Nerven mehr als erforderlich! Vielen Dank für die schöne Lektüre.
    KD

    • Hallo Katja (und Mann) 🙂

      Vielen lieben Dank für das Feedback. Es freut mich, dass euch die kleinen Geschichten aus meinem damaligen Arbeitsalltag gefallen haben. Wenn man das nicht selbst erlebt glaubt man gar nicht, was einige Leute von ihrer Hausverwaltung alles erwarten. Durch deine Beispiele fühlte ich mich wieder um Jahre zurückversetzt und muss sagen: Auch wenn es manchmal sehr anstrengend war, so war diese Aufgabe doch sehr spannend, da man durch die Reparaturmeldungen doch sehr viel vom Privatleben seiner Mieter mitbekommen hat und seine „Pappenheimer“ irgendwann kannte (auch wenn die Hausverwaltung, für die ich gearbeitet habe, ca. 40.000 Wohneinheiten in Berlin hat).

      Ich denke gern an diese Zeit mit einem Lächeln zurück. Callcenter ist also doch nicht sooo schlimm, wie es nach außen wirkt 🙂 Wenn ich nochmal die Wahl zwischen meinem jetzigen Job und Callcenter hätte, würde ich mich durch den persönlichen Kontakt zu den Menschen dennoch eher für meine aktuelle Tätigkeit entscheiden.

      Ich wünsche euch für eure kleine Hausverwaltung nur das Beste und lasst euch von den – ich nenne sie mal „anspruchsvollen“ Mietern nicht unterkriegen. 😉

      Liebe Grüße
      Steven

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