Zeit…

Die Zeit vergeht viel zu schnell (das allein zeigt schon, wie lange mein letzter Beitrag her ist – worüber ich im übrigen sehr erschrocken bin).

Das haben auch einige Mieter erfahren dürfen. Deshalb ist es wichtig jeden Augenblick zu genießen und nicht bis zum Letzten zu waren…

Verseuchte Luft

Nach drei Jahren im Bereich der Wohnungswirtschaft dachte ich, dass es nichts mehr geben könnte, was mich „vom Hocker hauen“ könnte. Weit gefehlt!

Eine etwas ältere Dame rief die Tage bei ihrer Hausverwaltung an und beklagte sich, dass ihr Brot über Nacht völlig verschimmelt sei und man sofort dagegen etwas unternehmen müsse. Auf meine Frage, was denn die Wohnungsbaugesellschaft dagegen tun könnte meinte sie „Hier kann nur etwas mit der Luft nicht stimmen!“.

Ich: „Haben Sie denn Schimmel an den Wänden oder ist die Silikonverfugung schwarz in Ihrer Küche?“.
Mieterin: „Nein, aber wie soll ich das denn beurteilen können? Ich bin doch kein Fachmann!“.
Ich: „Sie werden doch wohl sehen können, ob sich bei Ihnen in den Wohnräumen irgendetwas verfärbt hat.“
Mieterin: „Kann ich nicht, ich bin nicht vom Fach.“

Als ich ihr erklärte, dass es vorkommen kann, dass Brot von heute auf morgen anfängt zu schimmeln und dies durchaus an der Art der Lagerung sowie Qualität liegen könne fragte sie mich tatsächlich „Und was machen Sie da?“. Was soll man da machen? Wegschmeißen und ein Neues kaufen. Sie bestand dennoch darauf, dass der Hausmeister vorbei kommt um sich das schimmelige Brot anzugucken.

Der falsche Schlüssel

„Ich komm nicht mehr in meine Wohnung rein!“

Wenn sich ein Mieter so meldet gibt es mehrere Möglichkeiten: Notöffnung, weil Gefahr im Verzug war oder Zwangsräumung.

Ich: „Haben Sie denn eine Vermutung, weswegen Sie nicht mehr in Ihre Wohnung reinkommen?“
Mieter: „Ja, Zwangsräumung. Bin mir aber nicht sicher, ob das heute gewesen ist. In der Wohnung liegen aber noch meine ganzen Papiere, Ausweisdokumente etc. pp. Ich muss da jetzt nochmal rein!“
Ich: „Jetzt um diese Zeit erreichen wir niemanden mehr…“
Mieter: „Das kann ja wohl nicht wahr sein! Sehen Sie gefälligst zu…“
Ich (ihm ins Wort gefallen): „Ich muss gar nichts! Hätten Sie Ihre Miete pünktlich bezahlt wäre es soweit nicht gekommen. Eine Zwangsräumung kommt ja nicht von heut auf morgen! Moment..ich versuche noch jemanden zu erreichen!“.
Ich: „Herr xxx? Leider habe ich niemanden erreichen können. Bitte wenden Sie sich morgen an Ihre Kundenbetreuung.“
Mieter: „Was für ein Saftladen! [rumgestotter] Dennoch danke…“ [aufgelegt]. (Anmerkung: Es waren mehr als 8 Monatsmieten offen)

Die Tage in der Wohnungswirtschaft sind für mich (von meiner Seite aus) gezählt. Nun gehts im Fernverkehrsbereich weiter und ich freu mich schon auf das, was mich dort erwartet. Ganz so spannend, wie es in der Vergangenheit war, wird es mit Sicherheit nicht 🙂

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