Zuviel Wind ist manchmal nicht gut…

Es gibt Tage, an denen man sich fragt „Was ist bloß mit den Leuten los?“. Meine Vermutung ist die, dass es vielleicht an den milden Temperaturen und dem starken Wind gelegen haben könnte, dass einige Mieter der Meinung waren, so „frei“ drehen zu müssen. Aber eins nach dem anderen:

    Das Waschhaus

Seit heute weiß ich, dass es Leute gibt, die solange die Wäsche horten, bis sie nichts mehr zum anziehen haben. Gut, gelegentlich gehöre ich auch dazu. Allerdings sollte man nach der Arbeit in der Lage sein, eine Maschine anzuschmeißen. Stattdessen rennt man am Wochenende durch sein Wohnviertel und tyrannisiert die Hausverwaltung, weil die Kapazität der eigenen Waschmaschine nicht ausreicht und man zum Waschhaus, welches (noch) von der Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung gestellt wird, rennen muss. Und wehe, dieses ist nicht geöffnet. Dann wird sofort beim Notdienst angerufen und minutenlang die Leitung für wirkliche Notfälle blockiert, weil man seinen Frust ablassen muss. Schließlich habe man nur an seinen freien Tagen als normale Angestellte Zeit um Wäsche zu waschen.

Schon klar…
Dem Mieter hätte ich zu gern den Tipp gegeben, sich nicht wegen jeder Kleinigkeit zu beschweren, weil man dann mehr Zeit für andere Dinge hätte…aber sowas darf man leider nicht.

    Der Sperrmüll

Mieter: „Es gibt doch noch diese Aktion, wo man über die Hausverwaltung einmal im Jahr den Sperrmüll kostenlos entsorgen lassen kann. Wann ist das denn?“
Ich: „Frau X, dieses wird schon seit einigen Jahren nicht mehr angeboten. Wenn Sie Ihren Sperrmüll entsorgen lassen möchten, müssten Sie entweder zum nächsten Wertstoffhof fahren oder beim örtlichen Entsorger die Abholung des Sperrmülls anmelden.“
Mieter: „Ich habe doch keinen Führerschein.“
Ich: „Dann rufen Sie bitte beim Entsorger an und lassen den Sperrmüll abholen.“
Mieter: „Aber ich habe doch noch drei Kinder! …“

Hier bin ich dem Mieter ins Wort gefallen. Das, was ich in diesem Moment gedacht habe (will man die Kinder gleich mitentsorgen???), wurde natürlich nicht ausgesprochen.

    „Mein Kind…“

Ich finde es unmöglich, dass man die eigenen Kinder immer wieder vorschiebt, weil man hofft, sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Sei es ein kalter Heizkörper im Schlafzimmer (die 3-Zimmer-Wohnung könnte ja auskühlen und das Kind sich erkälten), eine nicht funktionierende Steckdose in der Küche („Wie soll ich meinem Kind dann das Fläschchen warm machen?“) oder kein Wasser in der Küche („Ich kann doch dann nicht kochen.“). Den Vogel hat eine Mieterin abgeschossen, die mir weiß machen wollte, dass ihre Kinder verhungern müssten, weil der Heizkörper in der Küche nicht warm wird.

Natürlich sind das alles Dinge, die sofort im Notdienst erledigt werden müssen. Hierbei ist es den Meldenden auch völlig egal, ob bei anderen Mietern das Klo überläuft, die Decke runter kommt oder die Wohnung abbrennt. Die Steckdose, in die der Wasserkocher steckt, hat jetzt – SOFORT! – wieder zu funktionieren. Einige von denen werden sich in den kommenden Jahren noch umgucken…und wahrscheinlich kläglich untergehen, weil man nicht in der Lage ist, logisch zu denken und sich bei den einfachsten Dingen bis zum nächsten Werktag selbst zu behelfen.

In diesem Sinne….

Frohes Neues 🙂

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