Freie Meinungsäußerung? Auf nimmer Wiedersehen!

Lange habe ich überlegt, ob ich etwas darüber schreiben sollte.

Da ich weder Nazi bin, noch der rechten Szene angehöre und Parteien, die gegen Andersdenkende/Homosexuelle/Ausländer sind, verabscheue, habe ich mich für diesen Beitrag entschieden. Dies vorab zur Information!

Sehr oft (eigentlich zu oft) habe ich es erlebt, dass man 69 Jahre nach Kriegsende immer noch als Deutscher verurteilt wird. Dabei spielt die sexuelle Orientierung geschweige denn Parteizugehörigkeit keine Rolle. Man wird gefragt „Bist du Deutscher?“ und sobald man diese Frage mit „Ja“ beantwortet, bekommt man (teilweise) den Hass – in welcher Form auch immer – der heutigen Jugend (hier geboren aber ausländische Wurzeln) sofort zu spüren.

Im Callcenter-Geschäft kommt dies auch leider sehr häufig vor. Allein die Äußerung „WIR leben hier in Deutschland und da gelten hinsichtlich der Technik andere Standards als in anderen Ländern“, (was ja nicht mal gelogen ist…man denke nur mal an die Supermacht USA) veranlasst den einen oder anderen Anrufer dazu, den Callcenter-Mitarbeiter als „Nazi-Schwein“ zu bezeichnen.

Seltsamerweise halten sich auch Personen, deren Wurzeln in Deutschland liegen, mit derartigen Äußerungen nicht zurück.

Ein Bayer in Berlin:

Der Mieter beschwerte sich, dass die Ablesefirma sich weigerte, den von ihm eingebauten Spiegel zu entfernen. Man wäre so nicht in der Lage die Wasseruhren auszutauschen.

„Sie müssen schon dafür sorgen, dass die beauftragte Firma Zugang zu den Vorrichtungen hat. Dies wurde Ihnen ja auch so angekündigt.“ versuchte ich ihm zu erkläen.
„Ich muss gar nichts! Bezahle ich Sie oder Sie mich!? Wenn die sich hier ankündigen, dann haben die gefälligst auch die Arbeiten auszuführen, die angekündigt wurden!“.

Nette Zeitgenossen klingen anders…

Nach einer ausführlichen Erklärung einschließlich weiterer Einwände des Mieters eskalierte er: „Hier in Berlin…ihr seid doch alles nur Kommunistenschweine und Nazis…nur auf die Kohle aus. Ihr seid doch alle bei der Stasi…“

Ja, nee…is klar…

Mich ärgert es, dass man heutzutage in Deutschland als Deutscher sehr genau auf die Wortwahl achten muss, ohne sofort in irgendeine Ecke gestellt zu werden. Bei Ausländern (oh…ist das jetzt auch schon wieder rassitisch? Irgendein Verein wird das schon als solches darstellen und entsprechend vors Gericht ziehen.) ist das ganz extrem. Vor allem die, die sich mit der Geschichte überhaupt nicht auskennen, drehen völlig ab. Umso weiter die Geschichte zurück liegt, desto schlimmer wird es…seltsamerweise. Und seltsamerweise sind das auch diejenigen, die gegen Homosexuelle und Andersgläubige sind. Kennt man doch irgendwoher… Ganz großes Kino!

Wer sich hierzulande integrieren und an die Gesetze halten will, tut dies ohne weitere Millionenförderungen durch den Staat. Kein anderes Land der Welt „bezuschusst“ Migranten so wie Deutschland – wobei dem deutschen Staat völlig egal zu sein scheint, was für eine Einstellung der Einwandernde hat.

Nachtrag: Mit diesem Beitrag schere ich nicht alle über einen Kamm. Hier erzähle ich nur von dem, was ich selbst Tag für Tag erlebe. Ich kenne auch viele liebenswerte Menschen, welche aus dem Ausland kamen und sich hier integriert haben (ob mit Kopftuch oder ohne). Denen ist es egal, wie man lebt oder woran man glaubt. Die Persönlichkeit zählt und nichts anderes…

Und genau das würde ich mir von all denen wünschen, die immer noch anderer Meinung sind…

Grundlage für diesen Beitrag war folgender Artikel, wobei ich diese Rechtsprechung alles andere als befürworte!

http://www.focus.de/panorama/welt/nazi-gruss-erlaubt-oberstes-gericht-schweizer-duerfen-hitlergruss-zeigen_id_3863089.html?fbc=fb-shares

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