Jedem geht irgendwann mal ein Licht auf…

Lange war es ruhig an dieser Stelle. Dies liegt allerdings nur daran, dass sich in der Vergangenheit nichts Großes mehr ereignet hat, über das man hätte berichten können.

In den letzten Tagen war es dann aber endlich wieder soweit…die Betonung liegt auf „endlich“.

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ereignete sich vor zwei Tagen ein größerer Stromausfall. Natürlich haben viele wieder bei der Hausverwaltung angerufen und gefragt, warum im ganzen Haus kein Strom mehr vorhanden ist. Ein Blick auf die Straße hätte des Rätsels Lösung gebracht, da auch die Straßenbeleuchtung ausgefallen war.

Leider war dies in den letzten Monaten kein Einzelfall (die Objekte der Hausverwaltung sind fast im ganzen Stadtgebiet verteilt) und so gab es den einen oder anderen Mieter, der innerhalb von einer halben Stunde mehrfach anrief. Ihm (bzw. ihr) wurde mehrfach erklärt, dass die Wohnungsbaugesellschaft für den stadtteilweiten Stromausfall nichts kann, sondern der Grundversorger dafür zuständig ist und dieser an der Behebung des Schadens bereits arbeitet. Keine zehn Minuten später:

„Ich habe schon mehrfach angerufen und Ihre Kollegen haben mir gesagt, sie werden sich darum kümmern. Und ich habe Ihrer Kollegin, mit der ich zuletzt gesprochen habe, gesagt, dass mein Kühlschrank auch nicht funktioniert.“ (Wäre ja ein Wunder, wenn der bei nem Stromausfall noch laufen würde) „Meine ganzen Lebensmittel werden doch schlecht!“

Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen: „Solange Sie nicht alle paar Minuten Ihren Kühlschrank öffnen um nachzuschauen, ob der Strom wieder da ist, bleibt die Temperatur in dem Gerät auf dem Niveau, dass die darin enthaltenen Lebensmittel nicht vor Ablauf des darauf abgedruckten Haltbarkeitsdatum schlecht werden. Ein Kühlschrank ist so konzipiert, dass ein Stromausfall von bis zu 8 Stunden durchaus überbrückt werden kann.“ Danach war Funkstille…Man(n)/Frau hat sich nur noch bedankt und danach nicht wieder angerufen.

Aber wie komme ich eigentlich auf die Überschrift? Ganz einfach:

Nach nunmehr acht Jahren, die ich nun in dieser Wohnung wohne, gab es in der letzten Nacht auch bei mir einen Stromausfall. Vielleicht kennt jemand von euch diese lustigen LED-Glühbirnen, die ihre Farbe wechseln und via Fernbedienung steuerbar und auch ausschaltbar sind. Solch eine habe ich auch im Schlafzimmer.

Vergangene Nacht war es so, dass gegen 2:30 Uhr dieses Leuchtmittel anging und ein weiteres Gerät seinen Dienst begann. Dies holte mich aus meinen leichten Schlaf und ich dachte mir „Das kann doch nur ein vorheriger Stromausfall gewesen sein.“. Licht ausgemacht (natürlich wieder via Fernbedienung), auf die andere Seite gedreht und weiter geschlafen.

Ein Blick in die Datenbank heute auf Arbeit bestätigte meine Vermutung: Es gab einen großflächigen Stromausfall, der auch mich betraf.

Nein, ich werde meine Hausverwaltung nicht wegen dem einstündigen Stromausfall verklagen.

Warum schreib ich das?

Es gibt sooo viele Dinge, weswegen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften außerhalb der Bürozeiten kontaktiert werden: Sei es beispielsweise Ruhestörung nach 22 Uhr (Polizei rufen! Lärmprotokoll schreiben!) oder grillen im Hof (vielleicht schnappt man sich ne Wurst und setzt sich einfach dazu? Soll das soziale Verhältnis innerhalb der Nachbarschaft fördern – hab ich gehört! In extremen Fällen auf die Hausordnung verweisen!). Oder einfach mal die Augen aufmachen, wenn auf einmal der Strom weg ist.

Sollte der Strom zwischen 7 und 20 Uhr auf einmal nur in der eigenen Wohnung weg sein: Energieversorger kontaktieren und nachfragen, ob wirklich ALLE Rechnungen bezahlt sind (in 80% der Fälle waren dann die Rechnungen nämlich nicht bezahlt und der Mieter bleibt auf den Kosten für den Einsatz der durch die Hausverwaltung beauftragten Firma – neben den Kosten für die Stromabschaltung durch den Energieversorger – sitzen).

In diesem Sinne: Wer auf seine Nebenkosten bedacht ist, sollte etwas mehr Eigeninitiative zeigen. Jeder Anruf bei der Hausverwaltung und den dadurch ausgelösten Einsatz der jeweiligen Firmen kostet der Hausverwaltung Geld, was sich wiederum auf die Betriebskosten auswirkt.

Ein Gedanke zu „Jedem geht irgendwann mal ein Licht auf…

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